So entsteht ein KI Song 

Als KI-Künstler stehen wir bei jeder Veröffentlichung oder in jedem Gespräch vor der Herausforderung von Vorurteilen und ablehnenden Haltungen. Diese Problematik spiegelt sich auch innerhalb der christlichen Gemeinschaften wider, wo unsere Beiträge oft nicht die gebührende Anerkennung erfahren und unsere Lieder rasch übersehen werden. Stattdessen erfreuen sich Bands, die den x-ten Worship-Song darbieten, der Beliebtheit, während die kreativen Bestrebungen im Bereich der KI-generierten Musik oft ignoriert werden. Bedauerlicherweise bleibt das gesamte Potenzial ungenutzt, da in vielen Köpfen nach wie vor das Bild eines Individuums vorherrscht, das lediglich ein Wort in ein Handy eingibt und prompt einen vollendeten Song erhält. Deutschland stellt für die christliche Musikszene eine besondere Herausforderung dar: Abgesehen von Worship-Songs wird KI-generierte Musik häufig als unzulässig angesehen. Ich möchte hier exemplarisch darstellen, wie die Produktion eines KI-Songs tatsächlich abläuft. Dabei kann ich bereits verraten, dass es keineswegs ausreicht, nur ein Wort in ein Handy einzugeben.

1. Texten

Am Anfang steht immer eine Idee, und um die dreht sich bei mir alles! Ich starte meistens mit einem kleinen Brainstorming: Was genau soll der Song vermitteln? Handelt es sich um eine persönliche Erfahrung oder vielleicht um einen inspirierenden Bibeltext? Ich überlege, wo ich mich darin wiederfinde und welche Musikstile und Sprachen ich verwenden möchte. 

.......noch ist keine KI im Spiel! 

 

Wenn's ans Texten geht, greife ich gerne zu meinem großen Notizbuch, in dem ich alles rund um den Song festhalte – da kommen oft mehrere Seiten zusammen! Zudem habe ich für unterwegs ein kleines Notizbuch dabei, in dem ich spontane Ideen festhalte, denn die könnten ja überall und jederzeit kommen. 

Wenn der Text dann so gut wie fertig ist, gehe ich ihn nochmal rhythmisch durch – und das kann sich im Laufe des Prozesses noch ein paar Mal ändern. 

 

.....und ja, immer noch keine KI! 

2. Der Prompt 

Immer noch keine KI..

Nachdem ich mich für eine bestimmte Musik entschieden habe, geht es an die Entwicklung des "KI Prompts", das bedeutet, man sagt der KI was sie tun soll, die KI ist von sich aus nicht in der Lage ein ausgefeiltes, auf meine Ansprüche ausgerichtetes Lied zu entwickeln, das sage ich ihr mit dem "Prompt". 

So ein Prompt kann sehr umfangreich werden, hier wird u.a. folgendes  angegeben: 

- Musikrichtung

- Genutzte Instrumente und deren Position innerhalb des Songs, Ausprägung einzelner Instrumente

- Stimme, Klangfarbe, Chor, mehrere Sänger, Atmung, Betonung, Sprache, Ausprägung der Stimme, Lautstärke

- Geschwindigkeit, Rhythmus, Komplexität innerhalb des Songs

3. Der Song

Jetzt kommt die KI ins Spiel! 

Ich kombiniere die beiden bearbeiteten Elemente – den Text und den Prompt – und sage ihr einfach: „Berechne meine Angaben und mach mir einen Song.“ 

Wenn man das ganz unvoreingenommen betrachtet, könnte man sagen: „Okay, das war’s dann!“ 

Aber weit gefehlt: "Wenn du eine ganz bestimmte Vorstellung von deinem Song hast, mit einem bestimmten Klang und einer speziellen Stimme, dann wird es nicht bei nur einem Versuch bleiben". 

Lass mich dir ein Beispiel geben: Der Song „Letters from Revelation“ aus meinem Album „7“ ist wirklich eine kleine Herausforderung. Er hat einen komplexen Text und dauert über 8 Minuten! Um das Ergebnis zu bekommen, musste ich ihn 167 Mal bearbeiten. Das bedeutet: immer wieder zurück zu den ersten Schritten und dann weiter bis zum dritten Punkt. 

Dieser Prozess ist eigentlich immer derselbe. Du hörst dir die Songs Zuhause, im Auto oder wann immer du kannst an, und immer gibt es noch etwas an der Stimme, dem Text oder der Melodie zu feilen. 

4. Mastern

Hier wird mein finaler Song jetzt so unter die Lupe genommen, dass er ganz klar und störungsfrei angehört werden kann. Ich gebe zu, das ist der Teil des Prozesses, der mir am wenigsten Spaß macht, aber es ist wirklich wichtig. Ansonsten wäre die Qualität nicht das, was wir uns alle wünschen, und das mögen die Streamingplattformen gar nicht! Aber hey, jetzt ist es geschafft! Der Song ist bereit für die Veröffentlichung und ich hoffe, dass ihn ein paar liebe Menschen hören und vielleicht sogar ins Herz schließen werden. 🎶🌟

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